InDesign

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Das InDesign-Logo

InDesign gilt als Industriestandard bei DTP-Satzsystemen. Mit InDesign ist es Adobe gelungen, frühere Wettbewerber wie QuarkXPress weitgehend an den Rand zu drängen, während aktuelle Alternativen wie Affinity Publisher und Scribus noch nicht mit dem Funktionsumfang von InDesign mithalten können. InDesigns Marktmacht beruht vor allem auf den sehr präzisen typografischen Einstellungsmöglichkeiten, der guten Unterstützung bei der Erstellung von PDF-Druckvorlagen, den umfangreichen Automatisierungsoptionen sowie dem nahtlosen Zusammenspiel mit anderen Adobe-Programmen wie Photoshop und Illustrator.

Für XML-Workflows nutzen wir, anders als viele andere Wettbewerber, nicht die seit 2008 praktisch nicht mehr weiterentwickelten XML-Import- und Export-Schnittstellen. Stattdessen setzen wir seit Jahren auf das IDML-Format (InDesign Markup Language), das eine komplette InDesign-Datei in XML abbildet und von Adobe kontinuierlich weiterentwickelt wird. Aus unserer Sicht ist dieser Ansatz weniger fehleranfällig, performanter und auch ohne XML-Know-how für Setzer:innen nachvollziehbar. Mit transpect kann entweder aus XML ein IDML-basierter Grobumbruch erzeugt oder eine fertig bearbeitete IDML-Datei anschließend wieder nach XML konvertiert werden.

Eine weitere wichtige Möglichkeit zur Automatisierung bietet InDesign Scripting. Dieses basiert im Wesentlichen auf JavaScript. Adobe stellt dafür sowohl die ältere ExtendScript- als auch die modernere UXP-Umgebung zur Verfügung. Damit lassen sich Layout- und Produktionsprozesse automatisieren, zusätzliche Funktionen entwickeln, sowie eigene Dialogfenster und Panels integrieren.

Abgesehen von den veralteten XML-Schnittstellen weist InDesign jedoch auch weitere Schwachstellen auf, die bis heute nicht vollständig behoben wurden. So ist die Unterstützung für barrierefreie PDFs nach dem PDF/UA-Standard nach wie vor unzureichend, sodass man in der Praxis meist auf externe Plugins angewiesen ist. Zudem kann InDesign in vielen Fällen nur einen CPU-Kern effizient auslasten. Der eigentliche Flaschenhals liegt daher weniger in der verfügbaren Hardware als vielmehr in der historisch gewachsenen Architektur der Software. Für vollautomatisierte Satzprozesse bietet Adobe zwar mit InDesign Server eine Serverlösung an, die aber auch nicht performanter ist und zudem inzwischen veraltete Schnittstellen aufweist.