Word

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Das Word-Logo

Microsoft Word ist eines der weltweit meistgenutzten Textverarbeitungsprogramme. Hinter seiner scheinbar einfachen Oberfläche steckt eine komplexe Technologie, die viele Möglichkeiten für eine automatische Prüfung und Konvertierung der Manuskriptdaten bietet.

Ein zentraler Bestandteil ist das Dateiformat OOXML (Office Open XML). Dieses XML-basierte Format bildet alle Texte, Formatierungen, Bilder und Tabellen im Word-Dokument strukturiert ab. OOXML selbst ist technisch sehr stark mit der Software Word gebunden, weshalb wir es via XProc und XSLT in ein medienneutrales XML umwandeln. Damit lässt es sich leichter automatisiert weiterverarbeiten, in andere Systeme importieren oder für E-Books und Webinhalte exportieren. Außerdem können wir auch aus anderen XML-basierten Formaten mit transpect wieder DOCX erstellt werden, z.B. wenn man nach dem Satz den Autor*innen wieder das Manuskript mit den Satzkorrekturen zur Verfügung stellen möchte.

Ein weiteres wichtiges Feature für wissenschaftliche oder technische Publikationen ist die Integration von Mathematikformeln. Früher wurde dafür häufig MathType genutzt, ein Word-Plugin zum Erstellen mathematischer Gleichungen. In modernen Word-Versionen existiert ein integrierter Formel-Editor, auf der Basis von OMML (Office Math Markup Language). Bei OOML handelt es sich um ein XML-basiertes Format, das Formeln direkt in OOXML speichert. Ob OMML oder MathType: transpect kann beide Formate verarbeiten und in sauberes MathML umwandeln.

Word bietet zudem Scripting- und Automatisierungsmöglichkeiten, die für Verlage enorm nützlich sind. Das ältere Visual Basic for Applications (VBA) erlaubt in Word-Vorlagen neue Menüs und Funktionen einzubauen und wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren. Für moderne Word-Versionen gibt es außerdem Office Add-Ins, die auf Webtechnologien wie JavaScript, HTML und CSS basieren. Diese Add-Ins erweitern Word um zusätzliche Funktionen, die direkt in der Benutzeroberfläche erscheinen, etwa zur Anbindung an Content-Management-Systeme, zur automatischen Stilprüfung oder zum Export in spezielle Publikationsformate.

Die Freiheiten von Microsoft Word ermöglichen es Autor*innen allerdings auch, über Verlagsvorgaben und technische Richtlinien hinweg zu arbeiten. In solchen Fällen ist es oft sinnvoll, die Manuskripte zu normalisieren – ein Prozess, bei dem Manuskripte automatisch mit regelbasierten und KI-basierten Skripten sowie manuellen Eingriffen aufbereitet werden.

Word ist nicht nur auf fast jedem Computer installiert, sondern bietet auch strukturierte Dateiformaten, mathematischen Editiermöglichkeiten und flexible Automatisierung. Trotz Web- und XML-Editoren bleibt Microsoft Word damit ein unverzichtbares Werkzeug für viele Autor*innen und Verlage.